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Der Frühling kommt und mit ihm das unvergleichliche Gefühl, wieder auf zwei Rädern unterwegs zu sein. Bevor die Saison beginnt, lohnt sich jedoch ein kurzer Halt: nicht nur für den Reifendruck, sondern vor allem für den Versicherungsschutz. Denn was nützt die schönste Fahrt, wenn ein Unfall, ein Diebstahl oder sogar ein strafrechtliches Problem zeigt, dass der Schutz nicht ausgereicht hat?
Zwei Minuten Nachdenken und ein kurzes Gespräch reichen aus, um sorgenfrei in den Frühling zu starten. Ich zeige Ihnen, worauf es jetzt ankommt.
Die Versicherungsprämien für Motorräder können je nach Anbieter, Fahrzeugtyp, Region und persönlichem Fahrprofil stark variieren. Ein jährlicher Vergleich lohnt sich daher in vielen Fällen und kann ohne Abstriche beim Schutz Einsparungen von mehreren hundert Euro ermöglichen.
Pedelecs bis 250 Watt und einer Unterstützung bis 25 km/h benötigen weder ein Kennzeichen noch eine eigene Kfz‑Versicherung.
S‑Pedelecs mit bis zu 45 km/h sowie Elektrofahrräder ohne Tretunterstützung fallen unter die Kennzeichenpflicht und benötigen daher eine eigene Haftpflichtversicherung – ähnlich wie ein Moped.
Gut zu wissen: E‑Bike‑Akkus sind teuer und oft nicht automatisch mitversichert. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf, ob der Akku in Ihrem Tarif tatsächlich eingeschlossen ist.
E‑Scooter (bis 20 km/h und bis 500 Watt) gelten als Elektrokleinstfahrzeuge und benötigen eine eigene Kfz‑Haftpflichtversicherung. Diese Versicherungspflicht besteht seit Juni 2019. Wer ohne gültigen Versicherungsschutz fährt, begeht eine Straftat nach § 6 PflVG – mit möglichem Eintrag im Bundeszentralregister. Das ist nicht mit einem einfachen Bußgeld oder dem Fahren ohne Führerschein vergleichbar, sondern strafrechtlich relevant.
Die private Haftpflichtversicherung schließt E‑Scooter ausdrücklich aus – anders als beim Fahrrad. Viele Besitzer gehen irrtümlich davon aus, dass sie dennoch geschützt sind. Das stimmt jedoch nicht. Auch bei Miet‑Scootern von Dott oder Lime besteht der Versicherungsschutz nur während des Mietvorgangs. Der eigene E‑Scooter ist dadurch nicht automatisch abgesichert.
Auch für E‑Scooter beginnt das Versicherungsjahr am 1. März. Jeder Scooter benötigt eine jährlich wechselnde Versicherungsplakette, die gut sichtbar am Fahrzeug angebracht sein muss. Neues Jahr bedeutet neue Plakette. Wer noch mit der alten unterwegs ist, fährt unversichert.
Die Haftpflichtversicherung für E‑Scooter ist vergleichsweise günstig und kostet meist zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr. Optional kann eine Kaskoversicherung abgeschlossen werden, die bei Diebstahl oder Beschädigung schützt – sinnvoll vor allem bei höherwertigen Modellen. Einige Anbieter versichern auch Akku und Zubehör mit, weshalb sich ein genauer Blick in die Tarifdetails lohnt.
Tipp: Sowohl klassische Kfz‑Versicherer als auch Direktanbieter bieten spezielle E‑Scooter‑Tarife an – ein Vergleich zahlt sich fast immer aus.
E-Scooter-Checkliste:

Sascha Ludewig
Versicherungsmakler der Deutsches Maklerforum AG
Kaufmann für Versicherungen und Finanzen (IHK)
Fachberater für gewerbliche Schadenversicherungen (BWV)
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